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Ein Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft wäre unverantwortlich

Zur Debatte über einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke erklärt der energiepolitische Sprecher der Linksfraktion, Daniel Seiffert

„Ein Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomkraft wäre unverantwortlich und darf nicht erfolgen. Es ist ein Kompromiss auf Bundesebene, wonach die drei letzten Atomkraftwerke, die Ende 2022 vom Netz gehen sollten, nun begrenzt weiterlaufen. Wartung und Betrieb waren seit Jahren auf ein Ende der Laufzeit ausgerichtet. Nun mal eben die Forderung zur Bestellung neuer Brennstäbe aufzumachen, um die Laufzeit über viele Jahre weiter zu verlängern, ist reiner Populismus und soll Energiesicherheit suggerieren. Nach Branchenangaben bräuchte es allerdings mindestens ein Jahr, bis neue Brennstäbe geliefert werden könnten. Es ist somit ohnehin fraglich, ob sie für den kommenden Winter überhaupt zur Verfügung stünden, und eine weitere Verlängerung der Laufzeiten wäre die Folge.

Wir müssen unsere ganze Kraft und alle Ressourcen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien stecken. Gerade Mecklenburg-Vorpommern hat beste Voraussetzungen, sich zügig von fossilen Energiequellen unabhängig zu machen.

Das Hauptargument, nicht mehr auf Atomkraft zu setzen, ist die sich weiter verzögernde Endlagersuche. Es ist nach wie vor nicht geklärt, wohin mit dem radioaktiven und hoch gefährlichen Atommüll und wie mit diesem umgegangen werden soll. Immer weiter solchen Abfall zu produzieren, wäre unverantwortlich.“