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Welttag der Feuchtgebiete – Verpflichtung auch für unser Land

 

„Viele Moore in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den ersten Blick kaum noch zu erkennen. Die trockengelegten Moore sind bei uns die größte Quelle von Treibhausgasen und damit Treiber des Klimawandels. Auch in unserem Land müssen wir deshalb die Moore schützen, Flächen wieder vernässen und eine nasse Landwirtschaft, genannt Paludikultur, ermöglichen und fördern.

 

Entwässerte Moore sind zwar auch wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen, aber ohne deren Renaturierung wird das Land seinen Beitrag zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen nicht leisten können. Wir müssen deutlich schneller bei der Einführung und Förderung von nasser Landwirtschaft werden. Nur so können wir auch die Landwirte mitnehmen, die auf entwässerten Mooren wirtschaften. Wir müssen bei jedem Renaturierungsprojekt die örtliche Bevölkerung einbeziehen, den großen Nutzen verdeutlichen und Befürchtungen zerstreuen. Mecklenburg-Vorpommern ist auf gutem Weg und das Konzept zum Bestand und zur Entwicklung der Moore eine gute Grundlage. Aber wir müssen schneller und effektiver werden.

 

Da ist es wenig hilfreich, wenn aus der CDU-Landtagsfraktion heraus Widerstand organisiert wird und mit Falschaussagen Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. So versuchte die Abgeordnete Beate Schlupp kürzlich im Zusammenhang mit der Schutzgebietsausweisung im Peenetal bei Anklam den Menschen weiszumachen, dass eine Wiedervernässung über die Köpfe von Flächeneigentümern hinweg möglich sei. Das entspricht nicht den Tatsachen. Selbst wenn z.B. die Anhebung von Wasserständen in eine Naturschutzgebiets-Verordnung aufgenommen wird, sind immer die Zustimmung der Eigentümer sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zwingend erforderlich. Meine Fraktion appelliert an die CDU, im Interesse eines effektiven Klimaschutzes mit allen Beteiligten an einem Strang zu ziehen, anstatt weiter Ängste und Vorbehalte zu schüren.“

 

Hintergrund: Der Welttag der Feuchtgebiete hat zum Ziel, das globale Bewusstsein für die lebenswichtige Rolle von Feuchtgebieten für Mensch und Planet zu schärfen. Dieser Tag markiert auch das Datum der Verabschiedung der Konvention über Feuchtgebiete am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar. Ein Aufruf zum Handeln für Feuchtgebiete steht im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne. Es ist ein Appell, finanzielles, menschliches und politisches Kapital zu investieren, um die Feuchtgebiete der Welt vor dem Verschwinden zu bewahren und diejenigen wiederherzustellen, die wir degradiert haben.